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Eine Schifffahrt, die ist lustig

Vineta
Vineta
Der Bürgerverein "Lebensfreude" Gersdorf/Deutsch-Paulsdorf e.V. war auf großer Ausfahrt nach Leipzig und ins Umland der Messestadt unterwegs. Darüber berichtet Dieter Deutschmann im nachstehenden Beitrag, der im Oktober 2017 im Schöpsboten veröffentlich wurde.

Unsere Fahrt begann mit großen Erwartungen: Wie wird denn das Wetter werden, scheint die Sonne oder wird es kalt auf dem Wasser? All diese Gedanken gingen uns schon im Vorfeld durch den Kopf. Auch war der Bus nur mit 35 Senioren belegt, eine Erfahrung, welche wir so noch nicht kannten.

Nachdem die Mitfahrenden eingesammelt waren, fuhren wir schnurstracks auf die Autobahn Richtung Leipzig. Leipzig, die am schnellsten wachsende Stadt Deutschlands (jährlich bis über 10.000 Zuzüge), hat derzeit eine Einwohnerzahl von 582.277 und viele große Gewerbegebiete.

Aber wir wollten ja zum Markkleeberger See. Dort angekommen, erwartete uns schon das Schiff. Als wir darauf unsere Plätze eingenommen hatten, schipperten wir auch schon auf den Wellen dahin. Der Markkleeberger See, entstanden aus einem 1939 eröffneten Tagebau, diente bis 1994 der Kohleförderung. 1999 wurde mit der Flutung begonnen. In diesem Tagebau befand sich bis 1970 die längste Förderbrücke Europas, welche nach der Außerbetriebnahme gesprengt wurde.

Weiter ging es durch den Kanal in eine Schleuse, wo das gesamte Schiff einige Meter auf die Höhe des Wasserspiegels des Störmthaler Sees gehoben wurde. Ein Schleusen ist notwendig, um den Höhenunterschied zwischen zwei Gewässern auszugleichen. Landzungen, kleine Inseln und eine weit fortgeschrittene Infrastruktur machten die Schifffahrt sehr interessant.

Auf einer Insel im See befindet sich das Kunstobjekt VINETA (Abbildung oben). Hier kann man auf ganz besondere Weise heiraten oder auch andere Veranstaltungen durchführen. Nach eineinhalb Stunden auf dem Schiff wurde die Fahrt mit dem Bus und einer zugestiegenen Reiseleiterin um den Goitzsche- und Zwenkauer See fortgesetzt. Die Jachthäfen mit den vielen Segelbooten, dazu die im Bau befindlichen und die schon fertigen Ferien- und Apartmenthäuser, zeugen von dem rasanten Aufschwung rund um den See.

Nun wurde es aber höchste Zeit, sich an die Kaffeetafel zu begeben. Und diese wartete schon auf uns im Restaurant "Gut Kahnsdorf" in Niederkiritzsch. Reizvoll gelegen, umgeben von einem sehr gepflegten Park, an einem See. Da wir eine erfahrene Reiseleiterin mithatten, nutzten wir die Gelegenheit und wollten natürlich noch zum Völkerschlachtdenkmal, den markantesten Denkmal von Leipzig.
Die reisefreudigen Markersdorfer vor dem Völkerschlachtdenkmal
Die reisefreudigen Markersdorfer vor dem Völkerschlachtdenkmal
Dieses Denkmal wurde zum Gedenken an die 120.000 Menschen, die während der Völkerschlacht 1813 ihr Leben ließen, errichtet und vom letzten Kaiser, Wilhelm II., 1913 eingeweiht. Mit Ehrfurcht standen wir vor dem 91 Meter hohen, 300.000 Tonnen schweren größten nationalen Denkmal Deutschlands. Das vor dem Denkmal befindliche Wasserbecken befindet sich im Bau.

Nach diesen vielen Eindrücken des Tages setzten wir unsere Fahrt in Richtung Heimat nach Tetta zur Gaststätte "Deutsche Eiche" fort, um ein köstliches Abendbrot einzunehmen. Den ganzen Tag wurden wir vom schönen Wetter verwöhnt, und als der Regen kam, saßen wir schon im Bus.

Dieter Deutschmann

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