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Know-how rund ums Geld: Forex

Währungspaare
Währungspaare
Angesichts der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank dürfte der Glaubenssatz vieler Banker und Kapitalanleger "Mit nichts verdient sich Geld leichter als mit Geld" ins Wanken geraten.

Das magische Dreieck der Geldanlage

Wenn man sich so umhört, treibt auch in Markersdorf viele Leute die Frage um, wie sie denn aus ihrem vorhandenem Geld mehr machen können - zumindest, um dem schleichenden Wertverfall des Ersparten durch die allgemeine Preisentwicklung zu entgehen. Doch ohne gründliches Know-how und eine nüchterne Risikoanalyse sollte man lieber auf seine Bank oder einen anderen Finanzberater seines Vertrauens setzen.

Das auch in Markersdorf auf dem Vormasch befindliche schnelle Internet bietet viele Möglichkeiten, sich selbst um seine Finanzen zu kümmern, von der Online Kontoführung über den Aktienhandel bis zur hochriskanten Spekulation mit binären Optionen.

Was auch immer man vorhat, das "magische Dreieck der Geldanlage" gilt noch immer. Es besagt, dass sich eine einträgliche Wertsteigerung, die schnelle Verfügbarkeit und die Sicherheit einer Geldanlage einander ausschließen. Wer also einen Aspekt bevorzugt, muss bei den anderen Kompromisse eingehen. Wer also beispielsweise sein Geld sehr sicher angelegt wissen will, kann in aller Regel nur mit geringerer Wertsteigerung rechnen und muss es zudem für längere Zeit anlegen. Wer aber auf schnelle und hohe Wertsteigerungen setzen will, muss zugleich höhere Risiken in Kauf nehmen.

Ein vor diesem Hintergrund interessantes Gebiet für Neueinsteiger ist der Forex (für Foreign Exchange, deutsch: Devisenhandel). Hierbei geht es darum, eine Währung gegen eine andere zu tauschen. Nachfolgend dazu eine kleine Einführung zu den wichtigsten Begriffen.

Was man als Neueinsteiger im Forex Handel wissen sollte

Im Grunde beginnt Forex im kleinen Stil, wenn Sie im Malaysia Urlaub Ihre Singapur-Dollar in malaysische Ringgit tauschen. Erfolgt dieser Tausch im großen Stil mit enormen Summen, die sich auf das Preisverhältnis der Währungsbewegungen auswirken, nennt man Devisenhandel. Im Gegensatz jedoch Aktienmarkt, wo man an einer zentralen Börse handelt, wird und kann man Devisen auf dem Forex-Markt nun außerbörslich handeln. Dabei ist man elektronisch zwischen Banken und Brokern verbunden.

Das wirft die Frage auf, wer die größten Akteure auf dem Forex-Markt sind:
  • Vor allem agieren hier die Banken, die als Währungsschöpfer bzw. -hüter maßgeblich an der Entwicklung des Forex-Marktes beteiligt. Preisentwickelungen sind deshalb großenteils durch deren Verhalten bestimmt.

  • Die nächste große Gruppe sind Unternehmen, die Forex handeln, um ihre Positionen abzusichern oder überhaupt am internationalen Handel teilnehmen zu können.

  • Schließlich nehmen am Forex-Markt mehr oder weniger kapitalstarke Einzelpersonen wie vielleicht Sie teil, die spekulieren, online einkaufen oder ins Ausland reisen. Die letztgenannten sind jedoch selten gewinnbringende Währungsbewegungen, zumindest was den Währungswert betrifft. Vielmehr kauft man Währungen und spekuliert auf günstige Wechselkursänderungen, nach denen die Währung wieder zurückgetauscht wird.
Das Forex Trading bringt einige Vorteile gegenüber klassischem Handel und Aktien mit: Einerseits existiert eine hohe Liquidität, da laut der Bank of International Settlements (BIZ) der Forex mit über 5.000.000.000.000.000 Dollar (fünf Billionen Dollar, nicht zu verwechseln mit US-Billionen, die je einer Milliarde entsprechen) pro Tag der größte Markt der Welt ist. Manche Insider heben hervor, dass in diesem hochliquiden Umfeld bereits mit geringsten Preisabweichungen leicht gehandelt werden könne.

Handeln mit kleineren Geldbeträgen

Niedrige Eintrittsbarrieren können den Handel mit Devisen auch für Kleinstanleger rentabel machen; die meisten Forex Broker erlauben, ein Konto mit nur 100 Dollar Anfangsbestand zu eröffnen. Der Handel mit wenig Geld erlaubt zudem ein besseres Risikomanagement, denn wer Mikro-Lose handelt, kann sein Risiko gut steuern bzw. begrenzen. Und im Gegensatz zu Aktien hat der Forex-Markt weniger Lücken (Gaps), also nicht aufgezeichnete Kurzssprünge über das Wochenende. Das liegt daran, dass der Forex-Handel eben nicht über Börsen mit ihren Schließzeiten, sondern rund außer am Wochenende um die Uhr läuft. Folge: Ohne Gaps verliert der Anleger seltener mehr, als er vorhatte.

Tatsächlich ist der Handel nahezu rund um die Uhr aktiv und beginnt (beachte die das unterschiedliche Datum der Sommer-/Winterzeitumstellung in Europa und den USA) im Morgengrauen in Asien nachdem er in den USA gegen Nachmittag endet. Das bedeutet, dass Trades jederzeit von Sonntag um 17 Uhr Eastern Standard Time (EST) bis Freitag um 16 Uhr EST platziert werden könnern oder aus europäischer Sicht von 1 bis 10 Uhr in Asien, von 8 bis 18 Uhr in Europas und von 14 bis 23 Uhr in den USA je abhängig von der Sommer-/Winterzeit.

Beispiel: Währungsentwicklungen binnen 48 Stunden
Beispiel: Währungsentwicklungen binnen 48 Stunden
Die Transaktionskosten zählen zu den niedrigsten, vor allem verglichen mit Aktien, da die meisten Broker gar keine Transaktionskosten gesondert berechnen; man zahlt lediglich den Spread (die Differenz zwischen dem Verkaufskurs und der Kauforder, die häufig im Centbereich liegt). Im Tool Foremarkethours sind die verschiedenen Zeitzonen für die unterschiedlichen Marktplätze erkennbar. Dass nicht alle Handelssitzungen gleich sind, sollte einem bewusst sein.

Bezüglich der Volatilität, also der Kursschwankungen, ist die Londoner Handelssitzung die volatilste, gefolgt von New York und dann von Asien. Für kurzfristige Händler empfiehlt es sich daher, während der Londoner Sitzung zu handeln, denn mit volatilen Märkten sind die Chancen, Geld zu verdienen, größer - allerdings steigen auch die Verlustrisiken. Das sollte dem Forex-Handler bewusst sein. Verbreitet ist die Meinung, wonach Profis durch extreme Schwankungen gewinnen. Man kennt die üblichen Währungspaare und ihre Verhältnisse. Es gibt dann zum Beispiel einen EUR für 1.1792 USD oder ein GBP für 1.5255 USD und für einen USD erhält man JPY 113.22.

Wichtige Begriffe im Forex

Im Forex Handel werden die Einheiten, in denen sich der kleinste inkrementelle Wert eines Währungspaares bewegen kann, als Pip (Price Interest Point) bezeichnet. Für die meisten Forex-Paare wird der Pip mit der vierten Dezimalstelle angegeben, mit Ausnahme von JPY-Paaren, die mit der zweiten Dezimalstelle angegeben werden. Damit entspricht eine Preisänderung um 0,0001 einer 1 Pip Bewegung; für JPY-Paare bedeutet das jedoch , dass jede 0,01-fache Kursänderung 1 Pip-Bewegung entspricht. Als Beispiels: Eine Änderung zwischen EUR und USD von 1,1802 auf 1,1807 bedeutet einen Pip von 5.

Ein weiterer Begriff im Forex ist der Spread, der, wie erwähnt, als Differenz zwischen Gebot/Bid und Anfrage/Ask zu verstehen ist. Das Gebot ist der Preis, zu dem Sie jetzt verkaufen können (immer der niedrigere Wert). Die Anfrage ist der Preis, zu dem Sie jetzt kaufen können (immer der höhere Wert).
Wenn man also so etwas wie einen EUR/USD-Handel bei 1,1551/1,1552 sieht, dann ist die Differenz der Spread und zugleich der Betrag, den der Broker von Ihnen als Händler erhält und der die Transaktionskosten abdeckt.

Unterschiedliche Aufträge

Als Forex Trader kann man unterschiedliche Aufträge starten. So beginnt eine Marktorder sofort einen Handel zum aktuellen Preis und lohnt, wenn man unbedingt in den Markt eintreten will und bereit ist, den Preis zu zahlen, den gerade gefordert wird. Erfahrene Händler verwende dies häufig.
Dann gibt es noch Limit und Stop Orders für den Verkauf und den Ankauf. Diese legen für den Handel Grenzen nach oben und unten fest.

Forex Trading für Anfänger: Hilfen zur Analyse

Forex Trading benötigt für Anfänger die Hilfe durch technische Analyse. Im Gegensatz zur Fundamentalanalyse, die "konkrete" Daten verwendet, ist die technische Analyse auf Preis und Volumen angewiesen. Man kann zudem mathematische Formeln nutzen, um sie auf den Preis (oder das Volumen) anzuwenden, was zu den Handelsindikatoren führt (die auf den meisten Handelsplattformen zu sehen sind). Der Glaube hinter der technischen Analyse ist, dass sich alle Marktinformationen im Preis widerspiegeln - und das sei alles, was ein Forex-Händler braucht, um in den Märkten zu handeln. Ausgeklügelte Programme wie der Metatrader Mac können diese Analyse durchführen und unterschiedliche Szenarien durchspielen.

Die Fundamentalanalyse basiert auf Informationen wie Wirtschaftsdaten und politische Ereignisse, denn diese wirken sich bekanntermaßen auf die Stärke/Schwäche einer Währung aus.

Zu den wichtigsten Quellen für derartige Informationen sollte man Non-Farm Payrolls (NFP), Sitzung des Offenmarktausschusses des Bundes (FOMC) und das Treffen der Europäischen Zentralbank (EZB) zählen.

Tipp: Anfänger sollten sich einfach Übungskonto laden, mit dem man spielend live die Kursverläufe beobachten und ohne echtes Geld auf Währungsentwicklungen wetten kann.