Anzeigen
 

Markersdorfer Ortschaftsrat kümmert sich um Denkmale

Wer in der letzten Zeit an den Denkmalen auf der Kirchstraße in Markersdorf vorbeigekommen ist, dem wird aufgefallen sein: Es tut sich wieder was. Der Ortschaftsrat hat sich seit dem Jahr 2017 die Restaurierung des Denkmales für die Opfer des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 vorgenommen. Der damalige Zustand war derart schlecht, dass ein Entziffern der Inschriften kaum noch gelang.

Durch mehrere Arbeitseinsätze ist es gelungen, das Geländer zu sichern und die gesamte Anlage wieder neu auszurichten. Außer dem Ortschaftsrat waren vor allem die Herren Matthias Meier, Friedhard Noack und Gerd Pohl daran beteiligt. Das Entziffern der Inschrift ist vor allem Friedhard Noack zu verdanken, der nahezu alle Worte herausbekommen hat und diese mit blauer Farbe vor weiterem Verfall bewahrte.

Jetzt war es an der Zeit, Partner zu suchen, die das nötige Fachwissen besitzen, um die Anlage wieder in alten Glanz zu versetzen. Für das Geländer fand der Markersdorfer Ortschaftrat die sofortige Bereitschaft bei der Schöpstal Maschinenbau GmbH aus Markersdorf. Besonders freuten sich die engagierten Bürger über die Aussage von Reino Klare: "Wir werden die Einfassung wieder so herrichten, wie sie ursprünglich war und das ganze als Spende gegenüber der Gemeinde abrechnen." Diese Zusage konnte er sich auch vom neuen Geschäftsführer bestätigen lassen.

Für die Aufarbeitung des Granits, die Erneuerung der Inschriften sowie die anschließende Konservierung haben wir uns ein Angebot vom Steinmetz Thiemann aus Strahwalde eingeholt. Die Kosten dafür sind im Wesentlichen im Haushalt 2018, der erst im August des Jahres vom Gemeinderat beschlossen wurde, eingeplant. Für das Pflastern mit Mosaikpflaster im Innenbereich hat die Firma Burkhardt aus Gersdorf ein Angebot abgegeben. Diese Kosten will der Ortschaftsrat aus privaten Spenden decken.

Mitten in Markersdorf: Die Barbarakapelle, St. Michaelis und das Kriegerdenkmal des Ersten Weltkrieges, das auch eine Gedenktafel für die Opfer des Zweiten Weltkrieges trägt. Im Bild ganz oben ist vor der Barbarakapelle das Denkmal an den Krieg von 1870/71 erkennbar
Mitten in Markersdorf: Die Barbarakapelle, St. Michaelis und das Kriegerdenkmal des Ersten Weltkrieges, das auch eine Gedenktafel für die Opfer des Zweiten Weltkrieges trägt. Im Bild ganz oben ist vor der Barbarakapelle das Denkmal an den Krieg von 1870/71 erkennbar

Sollte es gelingen, bei der Haushaltsdiskussion 2019 eine ausreichende Deckung für die Kosten für das Pflastern des Innenbereichs des Denkmals sowie für den Bereich zwischen Mauer und Treppe (auch dafür liegt ein Angebot der Firma Burkhardt vor) einzustellen, sollen die Arbeiten so schnell wie möglich durchgeführt werden. Damit wird dann zusammen mit der Barbarakapelle ein Areal erneuert worden sein, das dem Anspruch der Mahnung der Kriegsopfer gerecht wird.

Spenden, die zur Sicherung der noch nicht gedeckten Kosten dienen sollen, werden auf das Konto der Gemeinde Markersdorf (bitte im Rathaus erfragen) unter dem Betreff "Denkmale Markersdorf" erbeten. Ortsvorsteher Heinz Bittrich bedankt sich bei allen, die durch Spenden oder persönliches Mittun bei der Umsetzung beider Maßnahmen mitgewirkt haben und dies hoffentlich auch weiterhin tun werden.


Nach einem Beitrag des Markersdorfer Ortsvorstehers Heinz Bittrich im Schöpsboten, Ausgabe Oktober 2018.

Aktuelles aus Markersdorf


 
 

Bilder aus Markersdorf